Stadtpfarrei Mariae Namen

Katholische Stadtpfarrei

Mariae Namen Hanau

Im Bangert 6
63450 Hanau

Telefon: (0 61 81) 9 23 00 70

 

aktuelle Pfarrmitteilungen

Die Gottesdienste von Heilig Geist und St. Josef finden aktuell aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen auch in der Stadtpfarrkirche Mariae Namen statt. 

Citypastoral Hanau

 
 
Stadtpfarrei Mariae Namen Hanau

methodische Umsetzung

Wie setzen wir diese Ziele um?

Ganzheitliche Erziehung

Ganzheitliches Leben und Lernen heißt, die körperlichen, geistigen und seelischen Kräfte des Kindes zu berücksichtigen. Durch gezielte Angebote, die wir mit den Kindern erarbeiten, ermöglichen wir ihnen, mit allen Sinnen zu lernen und vermitteln grundlegende Fähigkeiten. Kinder lernen so auf ihre vorhandenen Fähigkeiten aufzubauen, ihre Schwächen anzunehmen bzw. zu schwächen, ihre Stärken zu nutzen und zu stärken, erleben Freude am eigenständigen, entdeckenden Tun und können so Bereitschaft für lebenslanges Lernen entwickeln.

Soziale Kompetenz

Für ein Leben in Gemeinschaft sind zwei Dinge grundlegend wichtig:


1. Jeder Mensch, ob Kind oder Erwachsener,   ist   einmalig, wichtig und hat Bedürfnisse und Rechte.

2. Jeder Mensch ist auch Teil einer lebendigen Gemeinschaft,  wozu Rücksichtnahme und Toleranz wichtig sind.

Um dies zu fördern, helfen wir den Kindern, zunächst ihre eigene Person bewusst wahrzunehmen – aber gleichzeitig erfahren sie, dass auch die anderen Personen in ihrem Umfeld wichtige Individuen mit Bedürfnissen, Gefühlen und Rechten sind.
Damit ein Zusammenleben funktioniert, ist es wichtig, dass jede eigenständige Persönlichkeit mit Bedürfnissen und Rechten gleichzeitig andere in ihrer Persönlichkeit und deren Bedürfnisse und Rechte wahr- und annimmt.

 

Indem wir die Kinder so annehmen, wie sie sind, helfen wir ihnen, ihre eigenen Gefühle, aber auch die der anderen wahrzunehmen, einzuordnen

und angemessen darauf zu reagieren. So bieten wir ihnen Sicherheit und Verlässlichkeit und stärken so ihr Selbstvertrauen.


Dieses Selbstvertrauen soll ihnen helfen, sich abzugrenzen, in der Gruppe zu positionieren und zu einem Miteinander zu finden ohne sich selbst oder andere zu verletzen oder „überfahren“. Gleichzeitig unterstützen wir dadurch die emotionale Sicherheit und Belastbarkeit der Kinder. Der Umgang mit Regeln und Konsequenzen fördert das Gespür für Recht und Unrecht und befähigt, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Mit dem so erlebten Bewusstsein der eigenen Fähigkeiten, führt dies zur Stärkung des Selbstwertgefühls und Selbstbewusstseins.

 

Sprachlicher Bereich

Aufgrund der hohen Anzahl an Kindern, deren Muttersprache nicht die deutsche Sprache ist, hat die sprachliche Förderung für uns einen besonderen Stellenwert.
Hier ist uns ganz wichtig, mit den Kindern einen großen Wortschatz zu erarbeiten, der beim täglichen Umgang hilft, sich auszudrücken und seine Wünsche, Bedürfnisse und Rechte geltend zu machen.


Nur, wenn wir uns einerseits mit einer klaren und ordentlichen Sprache richtig ausdrücken, aber auch andererseits gut zuhören, können wir in gemeinsame Gespräche und einen guten Kontakt kommen und uns gegenseitig erklären was wir brauchen, wollen, denken….

Durch Gespräche, Bilderbuchbetrachtungen, Vorlesen von Geschichten, Singen und gezielter Kleingruppenarbeit vermitteln wir den Kindern, welche Möglichkeiten an Sprache und Ausdrucksmöglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen.

Eine gemeinsame Sprache – hier bei uns ist es die deutsche Sprache – ist die Grundlage guter Kommunikation und gelingendem Miteinander.

 

Eine gute und klare Sprache ist auch die Voraussetzung zum Erwerb der Lese- und Schreibfähigkeit.

 

Kognitiver Bereich

Die Bereitschaft zum Lernen ist eine wichtige Voraussetzung für geistiges Wachstum. Wir fördern das Interesse und die Neugier des Kindes, um den Spaß und die Freude am Lernen zu erhalten. Das Kind lernt vor allem durch Nachahmung von Vorbildern und durch entdeckendes, erforschendes und kreatives Handeln.

Unser Ziel ist es, das Kind zu unterstützen, eigene Lernfelder zu entdecken, zu erkunden und auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln im Umgang mit verschiedenen Materialien und im Umgang mit seinen Mitmenschen eigene Lösungen für Probleme und Konflikte zu finden. So kann das Kind eine selbstverantwortliche Persönlichkeit entwickeln, der es möglich ist, mit Selbstreflexion seinen Weg zu finden und zu gehen.

 

Motorischer Bereich

Bewegung ist die Grundlage für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung.  
Durch die Bewegung lernen die Kinder ihren Körper, ihre Umwelt mit den Herausforderungen, aber auch Gefahren kennen. Begriffe, wie Schwung, Gleichgewicht, Schwerkraft, verschiedene Gangarten, werfen und fangen eines Balls usw. sind unmittelbar an das eigene Tun gebunden und können von Kindern nur über grundlegende Bewegungstätigkeiten, wie Rutschen, Balancieren, Klettern, Ball spielen... erworben werden. Wahrnehmung der Umgebung, Schulung der Sinne und der sachgemäße Umgang mit Materialien und Gebrauchsgegenständen unterstützen die Grob-und Feinmotorik.

Kinder machen durch Bewegung Erfahrungen mit sich selbst, sie lernen sich selbst einzuschätzen und entwickeln so die Grundlagen für kognitive Entwicklung, Selbstvertrauen und Selbstsicherheit.


Das Außengelände bietet dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder Erfahrungs- und Erlebnisräume und fördert die Geschicklichkeit und Koordination von Bewegungsabläufen.

In unserem Turnraum bieten wir gezielte Bewegungsförderung an, um motorische Abläufe zu verfeinern, verbessern oder aufzubauen. Geschicklichkeitstraining hat deshalb ebenso seinen Platz wie Ausdauertraining.

 

Lebenspraktischer Bereich

Unser Ziel ist es, Kinder zur Selbständigkeit in lebenspraktischen Bereichen zu führen. Die Fähigkeit sich alleine anziehen zu können, angemessenes Essverhalten, Hygiene- und Gesundheitsverhalten, Mitspracherecht im Alltag, Möglichkeit Kritik zu äußern und sich zu beschweren, u.v.m., helfen, die Persönlichkeit zu stärken. Dabei trauen wir den Kindern etwas zu. Wir schenken ihnen Vertrauen und geben ihnen bei Bedarf Hilfestellung.

So können sie auch aus Erfolgen, Misserfolgen und Fehlern lernen und das Leben bejahen.
Das Kind lernt im gemeinsamen Gestalten des Alltags, seine Möglichkeiten und Grenzen wirklichkeitsnah einzuschätzen.

Mit seinen eigenen Erfahrungen kann das Kind sich auf seine Weise die Welt erobern. Durch Erfahrung wird man klug. Auf Grund dessen lassen wir den Kindern viel Raum zum freien und angeleiteten Spiel.

 

Umwelterfahrung

Die Wertschätzung der Natur ist ein wichtiges Ziel unserer Arbeit, da sie unser Leben erst ermöglicht. Ob Luft, Wasser, Erde, Wärme – alles benötigen wir zum Wachsen und Gedeihen. Und nur das Zusammenspiel der gesamten Natur und Umwelt ermöglicht uns ein gutes und gesundes Leben.

Wir vermitteln den Kindern deshalb, dass jedes Lebewesen ein Recht auf sein Dasein hat, aber auch eine ganz bestimmte Aufgabe zu erfüllen hat. Ob es als Nahrung dient, als Erholungswert, als medizinisches Mittel …., alles

ist Grundlage unseres Lebens. 

Es ist deshalb eine unserer sehr vordringlichen Aufgaben, den Kindern diesen Wert nahe zu bringen und ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie wir sorgsam und achtsam mit der Natur und Umwelt umgehen können und müssen, um unsere Lebensgrundlage für uns, aber auch für die Zukunft zu erhalten.

Jeder Mensch, jedes Kind trägt mit an der Verantwortung, unsere Umwelt zu erhalten und zu schützen.

 

Religiöse Erfahrung

Als katholische Einrichtung ist es uns wichtig, den Kindern eine christliche Lebenseinstellung und Wertschätzung zu vermitteln. Wir ermöglichen den Kindern die Entwicklung eines Wertegefühls und Wertebewusstseins, damit sie ihr Handeln selbstbestimmend und selbsterziehend in ein wert - volles Leben führt. Unser Ziel ist das Miteinander in Toleranz, Wertschätzung und

Respekt. Im Erleben des christlichen Jahreskreises bringen wir den Kindern

Glauben in Gemeinschaft lebendig nahe. Gleichzeitig ist uns wichtig, dass wir mit den Kindern den toleranten und wertschätzenden Umgang mit ihren verschiedenen Religionen erarbeiten und sie somit gelebte Friedenserziehung praktizieren.

 

Integrative Arbeit

Jeder Mensch, erst recht jedes Kind, hat ein Anrecht auf Teilhabe in der Gesellschaft und zwar so wie es ist, egal welche Sprache es spricht, wie es aussieht, ob mit oder ohne Behinderung. Alle Kinder sollen die Möglichkeit haben, gemeinsam zu spielen, zu lernen und so voneinander zu profitieren.


Im Kindergarten haben wir die Möglichkeit, Kinder, die einen erhöhten Förderbedarf haben, aufzunehmen, zu fördern und zu betreuen.


Diesen Kindern wollen wir, u.a. durch Erfahrungen in Kleingruppen helfen, ihren Alltag zu meistern, ihre vorhandenen Fähigkeiten und Kompetenzen zu stärken, ihre Defizite aufzuholen, und sich in ihrer Gruppe zu entfalten.


Für diese zusätzliche Aufgabe ist es nötig, dass sich eine Fachkraft in besonderem Maße diesem Kind annimmt, es beobachtet, dies anhand eines Beobachtungsbogens dokumentiert und jeweils die nächsten Ziele und weiteren Fördermöglichkeiten daraus entwickelt.
Ebenso ist diese Fachkraft für die enge und intensive Zusammenarbeit mit den Eltern des Kindes sowie den entsprechenden Förderstellen zuständig.


Für diese Zeit, die das „Normalmaß“ übersteigt, gibt es zusätzliche Personalstunden.