Stadtpfarrei Mariae Namen

Katholische Stadtpfarrei

Mariae Namen Hanau

Im Bangert 6
63450 Hanau

Telefon: (0 61 81) 9 23 00 70

 
 

Unsere Pfarrmitteilungen






 

Das Bistum Fulda

Stadtpfarrei Mariae Namen Hanau

Die Geschichte unserer Stadtpfarrkirche

Die erste katholische Kirche nach der Reformation in Hanau mit der Bezeichnung „Mariae Namen“ – wohl im Gegensatz zur evangelischen Marienkirche so genannt – wurde im 19. Jahrhundert erbaut, als die Zahl der katholischen Bürger in der Stadt gewachsen war.

Die katholische Pfarrei war am 14. Juli 1809 unter Napoleon durch Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg, Erzbischof von Mainz, errichtet worden. Der Grundstein für die Stadtpfarrkirche „Mariae Namen“ wurde am 12. Mai 1842 gelegt. Nach einem unglücklichen Einsturz des fast vollendeten Baus am 14. Januar 1843 konnte die der Gottesmutter geweihte Kirche am 28. August 1850 durch Bischof Christoph Florentinus Kött von Fulda konsekriert werden. Diese Kirche, die im Zweiten Weltkrieg am 7. Dezember 1944 durch eine Luftmine baufällig wurde, ist am 19. März 1945 bei dem großen verheerenden Bombenangriff auf Hanau völlig ausgebrannt.


Der damalige Stadtpfarrer Dechant Theodor Weidner kam in den Morgenstunden jener Schreckens- nacht, in der die Stadt in Trümmer fiel, ums Leben. Mit ihm fanden weit über 3.000 Menschen – vom Kind bis zum Greis – den Tod.


Aus den Ruinen wurde die Kirche nach dem Krieg in alter Größe wieder aufgebaut. Am 8. Juni 1952 wurde sie durch Weihbischof Adolf Bolte von Fulda neu konsekriert. Am 8. Dezember 1956 war auch der neue Turm errichtet. In unermüdlichem Einsatz hat die Kirchengemeinde unter Stadtpfarrer Oskar Diel das Aufbauwerk vollbracht. Neben der Kirche mit dem neuen Turm wurden Pfarrhaus und Gemeindehaus sowie die Kindertagesstätte neu errichtet.


Im Schatten des Wiederaufbaues verblieben die beiden „Neben“-Sakristeien der Kirche. Sie waren eng und schmal. Für die gute Vorbereitung der Gottesdienste waren sie zu klein, zumal in den Folgejahren auch die fremdsprachlichen Gemeinden dazu kamen. So waren würdige Räume zu schaffen für Priester, Diakone und Ministranten wie auch für die vielfältigen Gewänder und kirchlichen Geräte. Daher wurde in den Jahren 1999/2000 an den Chorraum ein neuer Gebäudetrakt gebaut, in dem eine Priester- und Ministrantensakristei sowie ein Gruppenraum untergebracht sind. Auch die zahlreichen Gewänder und Geräte, die im Gottesdienst zum Einsatz kommen, finden darin Platz.


Hier finden Sie einen Überblick über die Geschichte unserer Stadtpfarrkirche seit dem Wiederaufbau:

1951 - 1952 Wiederaufbau der Stadtpfarrkirche Mariae Namen
1954 Bau des Pfarrhauses
1956 Errichtung des Turmes der Kirche
1962 Bau des Kindergartens in der Rebengasse
1965 - 1967 Bau des Sozialhauses - Gemeindezentrum
1970 Neugestaltung des Altarraumes in der Kirche und Einbau einer Warmluftheizung
1981 Innenrenovierung der Kirche (neue Decke und neue Fenster)
1989 Bau und Einweihung der neuen Oberlinger Orgel
1991 neue Gasheizungsanlage in der Kirche
1992 Erneuerung des Kirchendaches
1993 neue Innenbeleuchtung
1994 Erneuerung Turmdach und Turmkreuz
1999 - 2000 Bau des Sakristeigebäudes am Chor der Kirche



Das Innere der Stadtpfarrkirche

Alte Kunstschätze kann unsere Kirche leider nicht aufweisen. Aber – und das ist viel wichtiger – sie ist ein Ort der stillen Sammlung und des Gebetes inmitten des Getriebes der modernen Stadt Hanau. Die Kerzen am Marienaltar verlöschen nicht; sie künden vom Vertrauen des Gottesvolkes auf die Fürsprache der Gottesmutter.
 

Das Kreuz

Jesus-Kreuz

Aus der alten Stadtpfarrkirche im Bangert blieb das große Altarkreuz über die Kriegszeit hinweg erhalten. Heute beherrscht das Kreuz den Innenraum der Kirche. Nach dem Zweiten Weltkrieg und nach dem Wiederaufbau der Kirche wurde es in der Mitte des Altarraumes aufgehängt.

Das Kreuz wurde im Jahre 1934 von dem Bildhauer Heinrich Wohlfahrt aus Steinheim als Baumkreuz geschaffen. Das Kreuz hing damals vor dem Altarraum auf der rechten Seite an der Wand. Als die Stadtpfarrkirche am 19. März 1945 endgültig zerstört wurde, befand sich das Kruzifix im Keller eines Gemeindemitgliedes. Der Größe wegen musste das Kreuz in drei Teile gesägt werden, um es in dem privaten Gewölbekeller unterzubringen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde es von seinem Erschaffer Heinrich Wohlfahrt wieder zusammengefügt und im Juni 1952 im Altarraum der wieder aufgebauten Kirche aufgehängt.

Wer die Stadtpfarrkirche kennt, ist immer wieder betroffen von der Größe und der expressiven Aussagekraft des Kruzifixes. Der holzgeschnitzte Korpus des Gemarterten hängt nicht etwa an den Kreuzbalken des Galgens, sondern an einem stilisierten Baum. Diese Besonderheit entsprang nicht einer schöpferischen Eigenwilligkeit des Künstlers Wohlfahrt. Sie greift vielmehr auf einen Formtypus zurück, der in der christlichen Kunst als „Baumkreuz“ bezeichnet wird. Das Kreuz – so verstand es diese Kunstrichtung – sei nicht als Symbol des Leidens im Zeichen des Marterpfahles, sondern als Sinnbild des Lebens in der Gestalt des Lebensbaumes zu erkennen. Dass wir in Hanau in der Stadtpfarrkirche eines der seltenen Baumkreuze aus dem 20. Jahrhundert besitzen, ist der besonderen Beachtung wert.

 

Die Statue der Gottesmutter

Gottesmutter Maria

Der Marienaltar auf der linken Seite des Kirchenschiffes wurde am 11. Februar 1954 mit einer modernen Statue der Gottesmutter geschmückt. Sie ist aus Lindenholz gestaltet von Roland Friedrichsen aus München.


Das Bild soll daran erinnern, dass vor der Reformation im heutigen Stadtgebiet von Hanau eine Wallfahrtskirche – der Gottesmutter geweiht – stand, und zwar im Kinzdorf, unweit des Mainhafens.


Das Gnadenbild dieser Kirche wurde während der Reformation von den katholisch gebliebenen Bewohnern der anderen Mainseite nach Steinheim gebracht, wo es in der alten Pfarrkirche heute noch steht. Die Wallfahrtskirche ist im Dreißigjährigen Krieg dem Erdboden gleich gemacht worden. Über 200 Jahre lang war der katholische Gottesdienst in Hanau verboten. Erst im Jahre 1777 durfte wieder das hl. Messopfer gefeiert werden.
























 

Die Statue des Hl. Josef

Hl. Josef mit dem Jesuskind

Auf der rechten Seite der Stadtpfarrkirche befindet sich der St. Josefs-Altar, der im Jahre 1961 geweiht wurde. Diese Figur wurde von den Franziskanerschwestern Everhardis aus Nonnenwerth gestaltet.





































 

Die Statue des Hl. Antonius von Padua

Hl. Antonius von Padua

Es war ein lang gehegter Wunsch vieler Gemeindemitglieder, dem Hl. Antonius in unserer Kirche einen besonderen Platz einzuräumen. Die Anschaffung der Statue wurde durch die Spende eines verstorbenen Gemeindemitglieds ermöglicht. Als Standort für die Figur ist in der Kirche hinten links, zwischen Beichtstuhl und Aufgang zur Orgelempore, ein Platz geschaffen.
























 

Die Krippenfiguren

Krippe

Zu den Besonderheiten der Stadtpfarrkirche gehört die zur Weihnachtszeit aufgestellte Krippe. Sie ist wie das Holzkreuz über dem Hauptaltar ein Werk des Steinheimer Holz- schnitzers Heinrich Wohlfahrt, dessen Werke in vielen Kirchen in Hessen und Bayern stehen.

Im Frühjahr 1934, als das Kruzifix der Kirche übergeben wurde, bekam der Meister den Auftrag, eine Weihnachtskrippe für die Pfarrkirche zu gestalten. Krippe und Kreuz sind beides Holzschnitzwerke von hohem Rang. Sie sind durch glückliche Umstände gerettete Zeugen der alten Kirche. Die Krippenfiguren wurden vom damaligen Küster in der Gastwirtschaft neben dem damaligen Pfarrhaus deponiert und konnten so den Bombenangriffen der Jahre 1944/1945 entgehen. Nach dem Krieg wurden die Figuren an Privathaushalte zur Aufbewahrung verteilt, bis die Kirche wieder aufgebaut war. Obwohl die Figuren nicht ohne Blessuren den Krieg überstanden haben, sind sie seit 1952 jedes Jahr in der Weihnachtszeit aufgestellt worden.


Im Jahr 2000 wurden die Krippenfiguren im Kloster Engelthal von Schwester Margareta Groppe O.S.B. einer gründlichen Restaurierung unterzogen, damit die Schönheit der Ursprüng- lichkeit der Figuren wieder so richtig zum Vorschein kam.

 

Der Kreuzweg

Die Kreuzwegreliefs, wie sie heute an den Innenwänden der Kirche zu sehen sind, sind eine Arbeit von Prof. A. Weisbecker aus München, aus dessen Nachlass sie erworben werden konnten.


Der Kreuzweg der alten Kirche, der ebenfalls der Vernichtung der Pfarrkirche am 19. März 1945 zum Opfer fiel, war ebenfalls ein Werk von Busch in Steinheim, der in den Jahren 1882 – 1885 von Dechant Müller angeschafft wurde.

 

Taufen

An jedem 1. Sonntag im Monat finden um 12:00 Uhr Taufen statt. Die Taufgespräche sind am Mittwoch vor der Taufe um 19:00 Uhr im Pfarrbüro.


Wenn Sie Ihr Kind taufen lassen möchten, melden Sie sich bitte für einen Termin im Pfarrbüro.

 

Kirchencafé

An jedem 2. Sonntag im Monat gestaltet der Pfarrgemeinderat im Anschluss an den Gottesdienst im Pfarrsaal des Dechant-Diel-Hauses ein Kirchencafé. Dort haben Sie die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen sowie an Getränken und kleinen Speisen zu stärken.

Herzliche Einladung!

 

Mittagsgebet

  • Innehalten
  • Zur Ruhe kommen
  • Auf Gott hören
  • Mit Gott sprechen

Herzliche Einladung 

jeden Mittwoch

von 12:05 Uhr - 12:15 Uhr