Stadtpfarrei Mariae Namen

Katholische Stadtpfarrei

Mariae Namen Hanau

Im Bangert 6
63450 Hanau

Telefon: (0 61 81) 9 23 00 70

 
 

Unsere Pfarrmitteilungen






 

Das Bistum Fulda

Stadtpfarrei Mariae Namen Hanau

Pädagogische Arbeit

Unsere Ziele

„Das ist das Ziel unserer Erziehung, dass wir die uns Anvertrauten bereit
und fähig machen, selbständig und selbsttätig das Leben des Gotteskindes
zu leben.“
(Josef Kentenich)


Das Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, jedes Kind als gottgeschenkte Persönlichkeit in seiner Einmaligkeit und Individualität anzunehmen und in seiner
Entwicklung, mit gemeinsam gestalteten Bildungsprozessen, zu begleiten und zu fördern. Unsere Grundhaltung ist geprägt vom katholischen Glauben und dem
christlichen Menschenbild. Wir wollen den Kindern diese Werte vermitteln und den Eltern helfen, ihr Kind zu einer individuellen, selbständigen und starken Persönlichkeit zu erziehen. Zur Erreichung unserer Ziele sind uns folgende Bereiche wichtig, ausgehend von unserem Bild vom Kind.


Unser Bild vom Kind:
Jedes Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit mit Fähigkeiten, Stärken und jeweils eigenem familiären und gesundheitlichen Hintergrund. Alle Kinder sind von Grund auf neugierig und bestrebt, ihre Umwelt und ihr Umfeld kennenzulernen, zu erkunden, erforschen und verstehen. Somit ist es auch in der Lage, dem Entwicklungsstand angemessen, für sich ein Stück weit selbst Verantwortung zu übernehmen. Im selbstbestimmten und selbsttätigen Handeln stillt es seinen Wissensdurst und seine Neugier, oder sein Verlangen nach Wärme, Angenommen sein und Zuwendung.
Da jedes Kind sein eigenes Lerntempo und seine ureigensten Interessen und Vorlieben hat, ist es unsere Aufgabe, die Kinder entsprechend zu begleiten, zu unterstützen und zu neuen Aufgaben zu motivieren.
Durch die Einbeziehung der Kinder in die Gestaltung der Bildungsprozesse, helfen wir den Kindern, zu starken, selbstverantwortlichen und selbstbewussten Persönlichkeiten zu werden.

„....was du mir sagst, vergesse ich,
wenn du es mir zeigst, so kann ich es mir merken,
lässt du mich machen, dann behalte ich es für immer....“  (Chinesische Weisheit)

Pädagogische Ziele nach dem Bildungs- und Erziehungsplan
Pädagogische Ziele nach dem Bildungs- und Erziehungsplan

Methoden

1. Grundsätzliches
2. Pädagogische Arbeitsweise
3. Förderbereiche

Mit der Geburt des Kindes beginnt die Umwelt ihren Einfluss auf seine Entwicklung zu nehmen. Nichts ist unwichtig. Alles, was das Kind durch Erfahrungen, Erlebnisse und Lernprozesse gewinnt, ist Erziehung und beeinflusst die Entwicklung.


Durch intensive Beobachtung, in der wir jedes einzelne Kind in seiner Gesamtheit sehen – was es besonders gut kann, was noch geübt werden muss, welche Interessen es hat – können wir seinen Entwicklungsstand und seine besonderen Fähigkeiten und Anlagen erkennen.

Um diese Erkenntnisse schriftlich festzuhalten, haben wir für jedes Kind einen Beobachtungsbogen. Dieser ist dann Grundlage für die Entwicklungsgespräche, in denen wir mit ihnen im Rahmen der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft über den Entwicklungsstand ihres Kindes in Austausch treten.


Ebenso nutzen wir den Bogen für unsere pädagogische Planung, damit wir auf jedes einzelne Kind in seinem individuellen Entwicklungsstand eingehen können, um es dann entsprechend seiner Anlagen und Fähigkeiten zu fördern.
Dies ist ein ständiger Prozess, in dem wir die Entwicklung des Kindes im Alltag berücksichtigen und unsere pädagogische Arbeit dahin gehend angleichen.

Kindergarten:

In unserem Kindergarten wird jedes Kind in eine konstante Gruppe aufgenommen.



Hort:

In unserem Kinderhort hat jedes Kind eine Stammgruppe. Die Kinder haben die Möglichkeit, die Gruppen beim Spiel zu tauschen, oder verschiedene Spielbereiche außerhalb der Gruppen zu nutzen.

 

…begründet auf unserem Bild vom Kind, im Rahmen unserer christlichen Grundhaltung

Zur individuellen Entfaltung und gezielten Unterstützung des Erziehungs- und Entwicklungsprozesses stellen wir den Kindern verschiedene Spiel- und Gebrauchsmaterialien, sowie räumlich abgegrenzte Spielmöglichkeiten für ihr spontanes Spiel zur Verfügung.

In unserem Tagesgeschehen hat das Freispiel einen hohen Stellenwert. Wir begleiten die Kinder mit unserer Aufmerksamkeit, durch Beobachtung, im Mitspielen und Dasein, im Unterstützen und Helfen.

Das Spiel ist für das Kind ein selbstgewollter, unbewusster und freiwilliger Lernprozess. Was uns Erwachsene oft als einfaches Spiel erscheint, ist für das Kind Ausdruck des kindlichen Tuns, der kindlichen Arbeit.


„ So ist die Haupttätigkeit des Kindes das Spielen, des Schulkindes das Lernen und des Erwachsenen das Arbeiten. Es bestehen enge Verbindungen zwischen Spielen und Arbeiten. Für das Kind erfüllt das Spiel viele der Funktionen, die die Arbeit für den Erwachsenen hat.“

(Katrin Begeschke aus der Facharbeit über Friedrich Fröbel)


Durch folgende Förderbereiche helfen wir den Kindern ihre individuellen Anlagen zu entwickeln:


  1. Motorik

  2. Sprache

  3. Rhythmisch- Musikalischer Bereich

  4. Sozialverhalten

  5. Kognitiver Bereich

  6. Lebenspraktischer Bereich

  7. Religiöser Bereich

  8. Emotionaler Bereich

  9. Demokratie

a. freie Angebote sind z.B.:

  • die Puppenecke, Rollenspiele

  • die Bauecke

  • die Mal- und Bastelbereich, mit entsprechend vielfältigem Material

  • diverse Spielmaterialien und Spiele

  • die Bücherecke

  • Verkleidungsecke

  • das Außengelände

b. gemeinsam erarbeitete Angebote (Beschäftigungen)


Der Rahmenplan
Der Stuhlkreis
Arbeit mit den Vorschulkindern
Bewegungserziehung
Sprachförderung
Integrative Arbeit

Für einen bestimmten Zeitraum erarbeiten wir mit den Kindern einen thematischen Rahmenplan, der für einen vorher festgelegten Zeitraum Vorschläge an Aktivitäten enthält.

Der Rahmenplan beinhaltet eine Auswahl von verschiedenen Angeboten, die sowohl in der Gesamtgruppe im Stuhlkreis, als auch in altersgemischten bzw. altershomogenen Kleingruppen stattfinden

Unter anderem:

  • Gespräche,

  • Lieder und Liedeinführungen,

  • Rhythmisch - musikalische Angebote,

  • z. B. Klanggeschichten

  • Fingerspiele

  • Bilderbuchbetrachtungen

  • Spiele im Freien

  • Bewegungsangebote, Tänze

  • Naturbeobachtungen und –erfahrungen,

  • Experimente

  • Rollenspiele

  • Regelspiele

  • kreative Techniken

 

Schwerpunkte unserer thematischen Arbeit erarbeiten wir oft im täglichen Stuhlkreis.

Hier haben Kinder und Erzieherinnen die Möglichkeit auf das aktuelle Thema gezielt einzugehen, dieses zu vertiefen, besonders durch Gespräche, Bilderbuchbetrachtungen, Liedeinführungen usw.

Ebenso nutzen wir den Stuhlkreis als parlamentarischen Kreis, in dem wir aktuelle Situationen, Themen oder Beschwerden und Wünsche besprechen. Im Mittelpunkt steht vor allem das gemeinsame Tun mit den anderen Kindern. (Kreisspiele, Fingerspiele, Singen, Geburtstag feiern usw.)

Wöchentlich finden in den Gruppen spezielle Vorschultreffs statt, in denen insbesondere die Förderbereiche Motorik, Sprache, Kognitiver Bereich, Lebenspraktischer Bereich mit den Kindern intensiv erarbeitet werden.

Zusätzlich führen wir mit allen Schulanfängern gruppenübergreifend 2-3 Projekte im Jahr durch, wie z.B.

  • Verkehrserziehung mit der Polizei
  • Brandschutzverhalten mit Besuch bei der Feuerwehr
  • Praxisbesuch beim Zahnarzt
  • Hospitation im Unterricht in der Pestalozzi – Schule
  • Vom Korn zum Brot mit Besichtigung einer Bäckerei

Bewegung ist die Grundlage unserer geistigen Entwicklung.

Was uns Erwachsene oft als einfaches Turnen, Toben und Spiel erscheint, ist für Kinder ein Anreiz zur Entwicklung und zum Lernen. Durch die Bewegung lernen sie ihren Körper, ihre Umwelt mit den Herausforderungen, aber auch Gefahren kennen. Begriffe, wie Schwung, Gleichgewicht, Schwerkraft, verschiedene Gangarten, werfen und fangen eines Balls usw. sind unmittelbar an das eigene Tun gebunden und können von Kindern nur über grundlegende Bewegungstätigkeiten, wie Rutschen, Balancieren, Klettern, Ball spielen usw. erworben werden. Kinder machen durch Bewegungen Erfahrungen mit sich selbst, sie lernen sich selbst einzuschätzen und entwickeln so die Grundlagen für kognitive Entwicklung, Selbstvertrauen und Selbstsicherheit.

Im Außenbereich haben die Kinder Möglichkeiten ihrem Bewegungsdrang freien Lauf zu lassen.


Beim wöchentlichen Turnen im Turnraum stehen uns vielfältige Materialien und Geräte zur Verfügung, um die Kinder in ihrer Körperbeherrschung und Bewegungsentwicklung zu unterstützen und anzuregen.

Wir achten in unserer Kindertagesstätte auf gezielte Sprachförderung in Alltagssituationen .

Alle Kinder nehmen an den Angeboten der Sprachförderung teil. Es soll dabei spielerisch der Wortschatz erweitert und die Sprachentwicklung angeregt werden.

Im Kindergarten gibt die Möglichkeit, Kinder, die einen erhöhten Förderbedarf haben, aufzunehmen und zu betreuen.

Diesen Kindern wollen wir, u.a. durch Erfahrungen in Kleingruppen, helfen, ihren Alltag zu meistern, ihre vorhandenen Fähigkeiten und Kompetenzen zu stärken, ihre Defizite aufzuholen, und sich in ihrer Gruppe zu entfalten

Dafür ist es auch nötig, dass sich eine Fachkraft in besonderem Maße diesem Kind annimmt, es beobachtet, dies anhand eines Beobachtungsbogens dokumentiert und jeweils die nächsten Ziele und weiteren Fördermöglichkeiten daraus entwickelt.

Für diese Zeit, die das „Normalmaß“ übersteigt, gibt es zusätzliche Personalstunden.

Unsere religionspädagogische Arbeit - „Glauben erlebbar machen“



Wesentliche Ziele unserer religiösen Erziehung sind darin begründet, dass jeder immer wieder erfährt, dass er mit allem, was er kann und nicht kann, von Gott angenommen ist und er sich jederzeit und überall freuen darf, ein Kind Gottes zu sein.


„Ja Gott hat alle Kinder lieb…“

Durch unser Vorbild sollen die Kinder mit Gott dem Schöpfer und liebenden Vater, mit Jesus dem Auferstandenen und mit Gottes Geist in Berührung kommen. Wir wollen miteinander die frohe Botschaft unseres Glaubens leben.

In unserer Kita nimmt Maria, die Mutter Jesus, als Patronin einen besonderen Stellenwert ein. Im Vertrauen, dass auch sie uns und die uns Anvertrauten führt und leitet, gehen wir unseren Weg gemeinsam mit ihr.


Eingebunden in die Pfarrgemeinde tragen wir in Zusammenarbeit mit dem Pastoralteam zu einer lebendigen Gemeinde bei.

 
Lebendigen Bezug zu Gott
Glaube im Alltag
Vermittlung des christlichen Glaubens

Die Kinder sollen einen lebendigen Bezug zu Gott erhalten durch:

  •   das Beten, als persönliches Sprechen mit Gott,
  •   unsere Gebetsecken in jedem Gruppenraum (mit Kreuz, Marienbild, Kerze und Blumen)
  •   unsere Symbole, die uns helfen eine Brücke zu Gott zu bauen,
  •   unsere Kindergottesdienste.

 

Die Schwerpunkte für unsere religiöse Erziehung sind:

  • das harmonische Zusammenleben von Menschen verschiedener Nationalitäten, Kulturen und Religionen durch Respekt, Toleranz, Achtung und Versöhnung
  • Nächstenliebe (z.B. Hilfsbereitschaft und die Bereitschaft zum Teilen),
  • der verantwortungsvolle Umgang   mit der Umwelt

Den Kindern vermitteln wir den christlichen Glauben durch:


a. christliche Feste im Jahreskreis, die wir z.T. als Gottesdienste feiern

    z.B. Erntedank, St. Martin, St. Nikolaus, Weihnachten, Ostern und verschiedene Marienfes te. Die Kinder lernen dadurch mit Gott zu sprechen, Gott zu 

    danken, Gott zu bitten.


b. Gebete und Lieder
    Wir beginnen jeden Tag mit einem gemeinsamen Morgengebet. Wir beten täglich vor und nach dem Essen, sowie an Geburtstagen und anderen 

    Feierlichkeiten. Wie danken für die Gaben, die wir aus Gottes Hand empfangen haben. Auch im Alltag der Kinder gibt es immer wieder Möglichkeiten 

    unsere Freude, Trauer, Bitten und Dank usw. vor Gott zu bringen.


c. ausgewählte Geschichten aus der Bibel hören unter Einsatz verschiedener Medien

  • Bilderbücher
  • Dia-Reihen
  • Religionspädagogische Praxis (RPP) nach Franz Kett (Veranschaulichung des Inhaltes bzw. der Geschichte mit Tüchern und anderen Materialien)